produktion medienkontor
regie johannes fabrick
kamera hannes hubach
cast tim bergmann, sophie von kessel, filipp peeters

inhalt

Die zehnjährige Rebecca (Maxi-Mari Duck) erkrankt an Leukämie. Ihr Leiden belastet auch die Ehe der Eltern. Ralph (Tim Bergmann) hat sich mit Ellen (Sophie von Kessel) bereits so heillos zerstritten, dass er sich in eine Affäre flüchtet. Als Rebecca einen herben Rückschlag erleidet, fasst die verzweifelte Mutter einen Plan: Sie will ein Baby, dessen Nabelschnur Stammzellen für die Rettung ihrer Tochter liefern soll…

„Natürlich ist “Ein langer Abschied” ein melodramatischer Film mit vielen Szenen, die zu Tränen rühren; wie immer, wenn Kinder tödlich erkranken. Doch den Titel kann man auch doppeldeutig verstehen. Er bezieht sich zwar auf das unvermeidliche Sterben der Tochter, deren Tod allenfalls verzögert, jedoch nicht verhindert werden kann; aber  Johannes Fabrick (Regie) erzählt vor allem von einer Ehe, deren Ende ebenso unausweichlich scheint.

Tatsächlich schiebt sich dieser Handlungsstrang sogar immer stärker in den Vordergrund.  Fabrick macht das äußerst geschickt. Anfangs beschränkt sich die Beziehungsebene auf eher beiläufige Momente, weil die Krankheit ohnehin jede Aufmerksamkeit bindet. Die Signale sind allerdings unübersehbar; Rebeccas Leukämie wirkt sich eher trennend als verbindend auf das Paar aus. Später schildert der Film streckenweise nur noch die Szenen einer Ehe.“ (tbg KINO.de)

→ filmografie