produktion tv 60
regie johannes fabrick
kamera peter döttling
cast julia stemberger, christian berkel, carola regnier

inhalt

Mit kleinen übersinnlichen Kunststücken hat Sophie ihre Kleinstadt-Nachbarschaft als Kind gelegentlich verblüfft. Jetzt ist sie eine erwachsene Frau, Hausfrau, verheiratet mit einem Versicherungsagenten, und hat den Hokuspokus ganz verdrängt. So erschrickt sie selbst am meisten, als sich immer mehr unerklärliche Missgeschicke und jede Menge ebenso komischer wie peinlicher Vorkommnisse häufen. Ihr Ehemann Herbert, dem sich beim anvisierten Karrieresprung ins gehobene Management plötzlich von allen möglichen Seiten Hindernisse in den Weg stellen, vermutet bereits eine Verschwörung. Mit Hilfe der klugen Frau Weinrich erkennt Sophie jedoch, dass sie selbst die Ursache der ominösen Zwischenfälle ist. Bevor sie aber begreift, dass sie die Fähigkeit besitzt, anderen dazu zu verhelfen, sich selbst zu erkennen, muss Sophie selbst ihr wahres Ich entdecken.

 „Hexenküsse“ erzählte von weiblichem Selbstbewusstsein und von krankhafter Nach-oben-buckeln-nach-unten-treten-Mentalität und er stellte Sinnfragen im Gewand einer amüsanten Komödie, die wie der Kinohit um Amélie voller kleiner Schnörkel und Schlenker ist. Geohrfeigt wurden Fassadenwesen und es wurde wie so oft das Hohelied auf Echtheit, Ehrlichkeit und die Liebe gesungen. Das wirkte aber nicht wohlfeil, weil das Ganze Esprit, absurden Witz, eine stets leicht überhöhte Bildsprache und mit Julia Stemberger und Christian Berkel zwei herausragende Hauptdarsteller hatte. Einfach wunderbar. (R.Tittelbach)

filmografie